Mahlanlagen für den indischen Markt

Installation of an MPS 5300 B at Lafarge India’s Sonadih plant. Interior of the mill with grinding rollers and central column for Lift-and-Swing System
Montage einer MPS 5300 B im Werk Sonadih von Lafarge India. Innenraum der Mühle mit Mahlwalzen und der Walzenausbauvorrichtung

Im Jahr 2007 erhielt die Gebr. Pfeiffer AG aus der indischen Zementindustrie Aufträge zur Lieferung von 20 MPS-Mühlen (s. Bild). Bis April 2008 wurden weitere 14 MPS-Mühlen in Indien geordert.

 

Anfang des Jahres 2007 erteilte Jaykaycem Ltd. (ein Tochterunternehmen des indischen Zementherstellers J.K. Cement Ltd.) der Gebr. Pfeiffer (India) Pvt. Ltd. und deren deutschem Mutterunternehmen Gebr. Pfeiffer AG den Auftrag zur Lieferung einer MPS 5600 BC zur Mahlung von 160 t/h Hüttensandzement. Neben Hüttensandzement beabsichtigt der Kunde auch, OPC oder reinen Hüttensand zu mahlen. Überdies eignet sich die Mahlanlage auch zur Mahlung von Flugaschezement. Die trockene Flugasche wird dabei separat in den Sichter aufgegeben. Mit einer installierten Antriebsleistung von 5.400 kW ist das für die Mühle vorgesehene Getriebe eines der größten in Indien in Betrieb befindlichen Getriebe.

 

Eine MPS 3750 B – eine der meistverkauften MPS–Mühlenbaugrößen in Indien von Gebr. Pfeiffer AG – wird an Deccan Cement Ltd. nach Hyderabad geliefert. Für seine neue Rohmehlmahlanlage im Werk Bhavanipuram gab der Kunde eine MPS-Mühle bei der Gebr. Pfeiffer AG und deren indischem Tochterunternehmen Gebr. Pfeiffer (India) Pvt. Ltd in Auftrag. Die Mahlanlage ist für 260 t/h Rohmehl mit einer Produktfeinheit von 15 % Rückstand auf 90 μm dimensioniert. Außer an Deccan Cement Ltd. wurde diese MPS 3750 B bereits fünf Mal an Shree Cement für die Anlagen RAS I – RAS V sowie an My Home Cement verkauft. 

 

Das in New Delhi beheimatete Unternehmen Dalmia Cement (Bharat) Limited hat sechs Mahlaggregate für zwei neue Zementlinien bestellt. Für die 4500-tpd-Zementherstellungsanlage Kadapa in Nawabpet, Andhra Pradesh, wurden eine MPS 5000 B zur Mahlung von Zementrohmaterial, eine MPS 2800 BK zur Mahlung von Kohle sowie eine MPS 5600 BC zur Mahlung von Flugaschezement (Portland Puzzolana Cement, PPC) in Auftrag gegeben. Aufgrund der in Indien starken Nachfrage nach Zementen mit Flugascheanteil hat der Kunde sich für eine Mühle zur Mahlung von 300 t/h Flugaschezement bei einer Produktfeinheit von 3600 cm²/g nach Blaine entschieden. Mit einer Antriebsleistung von 5400 kW gehört diese Mühle zu einer der weltweit größten MPS-Mühlen. Die gleichen Mühlen – MPS 5000 B, MPS 2800 BK und MPS 5600 BC – wurden darüber hinaus für das neue Werk Ariyalur in Tamil Nadu bestellt. Sind für die Flugaschezement- und die Kohlemahlung die Randbedingungen genauso wie für das Werk Kadapa definiert, unterscheiden sich die Randbedingungen für die Rohmehlmahlung erheblich: Im Werk Ariyalur soll ein sehr leicht mahlbares Rohmaterial verwendet werden, das jedoch eine Aufgabefeuchte von bis zu 12 % aufweisen kann. Die Kapazität wird 400 t/h betragen. Die Aufgabenstellung der Gebr. Pfeiffer AG war es, unter Verwendung möglichst vieler baugleicher Komponenten wie in Kadapa die Trocknung des feuchten Materiales innerhalb der Mühle und des integrierten Sichter zu ermöglichen.

 

Im Februar 2007 erhielten die Gebr. Pfeiffer AG und Gebr. Pfeiffer (India) Private Ltd. von Gujarat Anjan Cement Limited einen Folgeauftrag zur Erweiterung des Werkes Sardar im indischen Bundesstaat Gujarat. Die zur Indischen Jaypee Group gehörende Gujarat Anjan Cement Ltd. hat bei der Gebr. Pfeiffer AG und deren indischem Tochterunternehmen Gebr. Pfeiffer (India) Private Limited im Februar 2007 zur Erweiterung des Werkes Wanakbori eine weitere Flugaschezement-PPC Mahlanlage bestellt. Mit der vorgesehenen MPS 4750 BC sollen 180 t/h PPC mit einer Endfeinheit von 3500 Blaine erzeugt werden. Die Flugasche kann wahlweise als trockenes oder auch als feuchtes Produkt in die Mühle aufgegeben werden. Gerade bei der Trocknung von feuchten Zuschlagkomponenten zum Zementklinker bietet die MPS-Vertikalmühle als kombiniertes Mahltrocknungs- und Klassierungsorgan wesentliche Vorteile gegenüber anderen Mahlsystemen. Wie schon bei dem vorherigen Auftrag für die erste Linie des Werkes Wanakbori umfasst der Lieferumfang neben der eigentlichen Mühle die Förderaggregate, das Anlagenfilter, die Prozessventilatoren sowie die gesamte Anlagenplanung. Im April 2007 orderte Jaiprakash Associates Ltd. bei der Gebr. Pfeiffer AG und Gebr. Pfeiffer (India) Private Ltd. zwei Vertikalmühlen für das neue Werk HP-II im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh.

 

Zwei Firmen unter dem Dach von HOLCIM India bestellten bei Gebr. Pfeiffer AG und deren indischer Tochter Gebr. Pfeiffer (India) Pvt. Ltd. Rohmehlmühlen. Ambuja Cement, Mumbai, erhält eine MPS 5600 B mit einer installierten Antriebsleistung von 5600 kW für das Werk Rauri in Himachal Pradesh. Das ebenfalls in Mumbai beheimatete Unternehmen ACC Ltd. bestellte eine baugleiche MPS 5600 B für die Erweiterung seines Werks Wadi. Aufgrund der deutlich geringeren Mahlbarkeit des dort zu vermahlenden Rohmaterials beläuft sich die garantierte Fertiggutmenge für diese Mühle auf 560 t/h. Die neueste Nachricht ist, dass ACC eine weitere MPS 5600 B zur Mahlung von bis zu 560 t/h Zementrohmaterial für das Werk Chanda bestellt hat. Hinsichtlich Fertiggutmenge bzw. installierter Antriebsleistung werden diese drei Mühlen die größten MPS-Mühlen für die Vermahlung von Zementrohmaterial sein. Positiv auf die Entscheidung der Kunden hat sich sicherlich ausgewirkt, dass eine MPS 5600 B mit dem gleichen Getriebe seit mehr als sieben Jahren in Ambuja Cements Zementwerk Maratha in Betrieb ist. ACC betreibt in Indien zurzeit vier MPS-Mühlen für die Mahlung von Rohmaterial und Kohle. Eine MPS 5600 BC für Hüttensand befindet sich in der Montage.

 

Für seine neue Zementherstellungslinie im Werk Devapur, Andhra Pradesh, bestellte der indische Zementhersteller Orient Cement eine MPS 2800 BK zur Mahlung von Kohle. Die Mühle wird 40 t/h Kohle auf eine Produktfeinheit von 14 % R auf dem 90-µm-Sieb mahlen. Die Kohle, deren Nennfeuchte 7 % beträgt, die aber auch bis zu 12 % Feuchtigkeit enthalten kann, wird in der Mühle gemahlen, getrocknet und in dem integrierten Hochleistungssichter der neuesten Generation klassiert. Die Trocknung erfolgt mittels inerter Gase vom Zementdrehrohrofen.

 

 

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